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Weicher Untergrund lässt Kosten für Salzachbrücke mehr als verdoppeln PDF Drucken E-Mail

Landrat Steinmaßl und Stellvertreterhauptmann Hiesl aus Oberösterreich halten trotz des schlechten Untergrunds daran fest, die Brücke  zu bauen. „Unverantwortlich“ meint Sepp Frech von ‘Vernunft statt Salzachbrücke’.

Die sieben Pfahlbohrköpfe der 27 m langen Probepfähle ragen noch heraus. Schlamm und Matsch (Seeton) wurde gefördert. Der Untergrund ist labil. Offenbar ist den Herren nicht bewusst, dass sie mit dem sturen Festhalten an der Brücke in Fridolfing den Protest der Bevölkerung geradezu herausfordern. Die Kosten sind jetzt schon um das Doppelte gestiegen und es ist keineswegs sicher, ob überhaupt gebaut wird. Denn Steinmaßl und Hiesl geben an, in weiteren Gesprächen nach wirtschaftlicheren Lösungen suchen zu wollen. Für unverzichtbar erklären beide Entscheidungsträger den Bau der Brücke für die anliegenden vier Gemeinden, Stadt Tittmoning (6100 EW) , Fridolfing (4200 EW) St.Pantaleon ( 3100 EW) und Ostermiething (3200 EW) und behaupten in ihrer gemeinsamen Presseerklärung vom 22.10.10, dass diese Gemeinden rund 30.000 Einwohner hätten, was schlichtweg falsch ist.

Die Kosten haben sich verdoppelt:
Inzwischen haben sich die Kosten innerhalb von fünf Jahren von 22,5 Millionen auf 40 Millionen fast verdoppelt. Allein dieser Tatbestand offenbart einen unverantwortlichen Umgang mit unseren Steuergeldern und den zu erwartenden Kosten. Schließlich haben die Kreisräte im Gesamtpaket „Bildung und Infrastruktur“, dass der Landrat bei jeder Gelegenheit lobend hervorhebt, im guten Glauben zugestimmt unter der Voraussetzung, dass der Landkreis nur zwei bis drei Millionen Kosten zu tragen hätte. Ein Irrtum, wie sich nun herausstellt. Da aber rechtmäßig für den Bau mit damaliger CSU- und SPD-Mehrheit abgestimmt wurde, gilt diese Entscheidung offenbar für alle Zeiten.

Keine verbindliche Förderzusage der Regierung
Dabei gibt es nach wie vor keine verbindliche Förderungszusage zu den Kosten weder von der EU noch von der bayerischen Regierung, wie die Antwort der Regierung auf die Landtagsanfrage von Sepp Daxenberger zur geplanten Brücke bestätigt. Sepp Frech bringt es auf den Punkt: “Das Einzige, das Landrat Hermann Steinmaßl zur Finanzierung des Bauvorhabens bisher vorweisen kann, ist eine Zusage vom damaligen Ministerpräsidenten Günther Beckstein, aber dieser ist ja längst Geschichte.“

(Auszug aus: www.gradraus.de ; den gesamten Text finden Sie auf www.gradraus.de - sehr lesenswert!)