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22.07.2010 - Salzachbrücke Thema im BR bei "Jetzt red i" PDF Drucken E-Mail

Waging am See, 22. Juli 2010:
Bei der Sendung des Bayerischen Fernsehens „Jetzt red I – Europa“ kam auch das Thema Salzachbrücke bei Fridolfing zur Sprache. Die Salzachbrücke ist wohl das umstrittenste Straßenbauprojekt in der Region. Landrat Steinmaßl, der selbst am Standort in Fridolfing wohnt, wünscht sich diese Brücke als regionale Brücke zwischen jeweils zwei kleinen Orten auf der bayerischen und auf der oberösterreichischen Seite in einem relativ dünn besiedelten Gebiet beiderseits der Salzach.

Die geplante und sehr umstrittene Salzachbrücke bei Fridolfing war Thema bei Jetzt red i (BR 22.07.2010)

Allerdings besteht in Tittmoning bereits eine Brücke, nicht jedoch 8 km flussaufwärts in Fridolfing. Weiter führte der Landrat an, dass der Rupertiwinkel auf bayerischer Seite vor 200 Jahren vom Erzbistum Salzburg abgetrennt wurde und dass durch diese Brücke das Wiederzusammenwachsen der Region ermöglicht werden solle.

Georg Huber kritisiert Brückenbau (aus www.gradraus.de)Georg Huber kritisierte die 35 Mill. Euro für die Brücke.
 
Georg Huber, Kreisrat und Gemeinderat von Waging monierte zwei Punkte: erstens die enormen Kosten von inzwischen 35 Millionen Euro nur für eine regionale Brücke und zweitens, dass sie durch ein äußerst sensibles FFH-Gebiet an der Salzach führt, für das eine Ausnahmegenehmigung sehr fraglich erscheine.

Für den Moderator Tilmann Schöberl stellte sich die Frage, ob man tatsächlich diese aufwändige Brücke, die dann auch für den Schwerverkehr gedacht ist, wirklich brauche.

Europaabgeordnete Angelika Niebler (CSU) bekräftigte, dass grundsätzlich in einem FFH-Gebiet nicht gebaut werden könne und es eines sehr gründlichen Abwägens bedarf und dass nur unter großen kostenaufwändigen Auflagen gebaut werden dürfe und verwies wohl auf die A 44 in Hessen. (Anmerkung der Redaktion: Diese Autobahn wurde zur teuersten Autobahn in ganz Europa wegen der gewaltigen Naturschutzauflagen: 22 Mill. € / Kilometer!)

Maria Noichl widersprach dem Landrat (aus www.gradraus.de)Maria Noichl, Landtagsabgeordnete, widersprach dem Landrat unter großem Beifall der Zuschauer

Maria Noichl, Landtagsabgeordnete (SPD) erhielt die größte Zustimmung durch anhaltenden Applaus, die dem Landrat nicht Recht gab in seiner Einschätzung, dass die Brücke nur von regionaler Bedeutung sei. „Das wird eine Brücke, die in hohem Maße Verkehr anzieht.“ Sie wird den Verkehr nicht nur durch das sensible FFH-Gebiet führen, sondern auch in das wichtige touristische Gebiet. „ Diese Brücke wird eine Schleuse aufmachen als Abstecher rund um Salzburg herum ohne Bemautung für den Schwerverkehr.“ Noichl zeigte kein Verständnis für die Lokalpolitiker, die so etwas wollen.

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